Bei der Dämmung von Innenwänden in der Altbau sanierung kommt es vor allem auf den baulichen Zustand und die Raumnutzung an. Für massive Ziegel- oder Natursteinwände, die oft feuchtigkeitsempfindlich sind, eignen sich diffusionsoffene Dämmstoffe wie Holzfaser- oder Hanfplatten besonders gut, da sie Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben können und so das Raumklima regulieren. Diese Platten lassen sich direkt auf den Untergrund kleben oder mit Latten verschrauben, wobei Sie unbedingt darauf achten sollten, dass die Wand vor der Montage trocken und frei von Salpeterausblühungen ist. wohnhero.de für die Altbau sanierung lautet: Je dicker der Dämmstoff, desto besser der Wärmeschutz, aber desto mehr Wohnfläche geht verloren – hier sollten Sie mit einer Schichtdicke von vier bis sechs Zentimetern planen, um Wärmebrücken an Fensterlaibungen und Deckenanschlüssen zu minimieren.
Für Räume mit geringer Fläche oder für das nachträgliche Dämmen einzelner Nischen bieten sich dünnere, aber hochwirksame Materialien wie Calcium-Silikat-Platten oder aerogelhaltige Dämmputze an. Diese sind zwar deutlich teurer in der Anschaffung, haben aber den Vorteil, dass sie auch bei geringer Dicke einen guten Dämmwert erreichen und gleichzeitig kapillaraktiv wirken, also Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk abtransportieren. Gerade bei der Innendämmung einer Außenwand, die zur Altbau sanierung gehört und keine Sperrbahn verträgt, ist dieser Effekt wichtig, da sonst Schimmel hinter der Dämmung entstehen kann. Wenn Sie sich für mineralische Dämmplatten entscheiden, müssen Sie jedoch beachten, dass diese spröder sind und sich schwieriger an unebene Wände anpassen lassen; eine sorgfältige Untergrundvorbereitung mit Ausgleichsputz ist daher unerlässlich, bevor Sie die Platten im Dünnbettverfahren anbringen.

Verzichten Sie bei der Innenwanddämmung im Altbau auf klassische Polystyrol-Platten, denn diese sind zwar leicht zu verarbeiten, aber dampfdiffusionsdicht, was bei historischen Wänden schnell zu Tauwasser und Bauschäden führt. Setzen Sie stattdessen auf eine Kombination aus tragender Holzkonstruktion mit Zwischensparren und einer Einblasdämmung aus Zelluloseflocken, die sich hervorragend an unregelmäßige Hohlräume anpasst und eine sehr gute Feuchtigkeitsregulation bietet. Diese Variante eignet sich besonders, wenn die Wand ohnehin eine Vorsatzschale aus Gipskarton benötigt und Sie die Dämmung unsichtbar integrieren möchten. Denken Sie bei jeder Art der Innendämmung daran, dass die Dampfbremse auf der Raumseite zwingend erforderlich ist – andernfalls zieht feuchte Raumluft in den Dämmstoff und kondensiert an der kalten Außenwand. Lassen Sie sich bei der Auswahl der Materialien fachkundig beraten und überprüfen Sie nach der Montage mit einem Feuchtigkeitsmessgerät, ob die Wand tatsächlich trocken bleibt; nur dann ist Ihre Altbau sanierung dauerhaft erfolgreich und schimmelresistent.